Machbarkeitsstudie zur Erzeugung von Regelstrom durch Vergärung und dezentraler Verstromung biogener kommunaler Abfälle

Auftraggeber:
Stadt Landshut

Zeitraum:
2014-2015

Art der Studie:
Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Förderungen:
Förderprogramm "Nachhaltige Stromerzeugung durch Kommunen und Bürgeranlagen (NaStromE-För)" der Bayerischen Staatsregierung

Projektskizze:
Die Stadt Landshut hat sich per Stadtratsbeschluss die 100%ige Selbstversorgung mit regenerativer Energie bis zum Jahr 2037 zum Ziel gesetzt. Dazu wurde 2010 ein Energie- und Klimaschutzkonzept erstellt, in dem Möglichkeiten und Potenziale einer regenerativen Energieversorgung aufgezeigt werden. Neben Windkraft, PV und Wasserkraft wurde ein beachtliches Potential zur Stromerzeugung aus Abfallbiomassen identifiziert.

Die Machbarkeitsstudie untersucht sehr detailliert die Struktur und Zusammensetzung der aktuell zur Verfügung stehenden biogenen kommunalen Abfälle und sucht in einer Potenzialanalyse nach weiteren erschließbaren und geeigneten Substraten. Auf dieser Basis wird das aktuell und potenziell verfügbare energetische Potenzial der Abfallbiomassen analysiert und die für eine Einspeisung in das Erdgasnetz der Stadtwerke Landshut verfügbaren Mengen Bioerdgas ausgewertet. Neben einer Darstellung der geeigneten Aufbereitungs- und Vergärungstechnologie sucht die Studie auch nach möglichen Standorten für eine Vergärungsanlage und für die dezentrale Verstromung im Stadtgebiet Landshuts, sowie nach geeigneten Betreiberformen und -konstellationen. In einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werden die Investitions- und Betriebskosten mehrerer potenziell geeigneten Vergärungsanlagen dem Nutzen einer solchen Anlage gegenübergestellt und die Wirtschaftlichkeit des Konzepts untersucht. Inhalt der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind zudem Sensitivitätsanalysen und die Berücksichtigung der Teilnahme am Regelenergiemarkt der Übertragungsnetzbetreiber zur Erzeugung von Regelstrom.

Die Studie zeigt der Stadt Landshut letztendlich ihre Potenziale zur Nutzung ihrer biogenen kommunalen Abfallbiomassen in einer Vergärungsanlage mit Aufbereitungsanlage zur Erzeugung von Bioerdgas und zur dezentralen Verstromung des erzeugten Bioerdgases im Stadtgebiet Landshuts unter Teilnahme am Regelenergiemarkt.

 

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